Kaffeegespräche

Du…

…fragst Dich oft, wie Leute wis­sen kön­nen was Du denkst — obwohl sie nicht mit Dir spre­chen? Des­halb habe ich ein­mal den Spieß umge­dreht und Men­schen auf der Straße nach ihrer Mei­nung zum Thema Europa gefragt. Heute: Marie und Gabriele.

Marie ist 21 und lebt in Ber­lin. Gabriele (27) kommt aus Nea­pel.

Worin beide über­ein­stim­men: Europa ist wich­tig und der ein­zige Rah­men, in dem sich grenz­über­schrei­tende Pro­bleme lösen las­sen. Worin sie sich auch einig sind: Es fehlt an Gemein­schafts­ge­fühl. Irgend­wie erscheint Europa als logi­scher Bezugs­punkt, aber der Bezug fehlt. Warum das so ist?

Das fragt sich Marie auch, wäh­rend wir dar­über spre­chen. “Ehr­lich gesagt habe ich noch nie wirk­lich dar­über nach­ge­dacht.” Vie­les ist selbst­ver­ständ­lich für beide: freies rei­sen, offene Gren­zen, gemein­same Wäh­rung, die Mög­lich­keit im Aus­land zu stu­die­ren. Das hat Gabriele auch vor: Mit Eras­mus möchte er für ein Jahr an einer spa­ni­schen Uni­ver­si­tät ler­nen. Dort glaubt er, das euro­päi­sches Gemein­schafts­ge­fühl schnell ent­ste­hen wird. “Aber es muss ja auch andere Wege geben”, sagt er.

Auf mei­ner Suche nach Ansich­ten und Mei­nun­gen zu Europa bin ich also einen Schritt wei­ter­ge­kom­men. Das “Wir”-Gefühl fehlt. Mit­tel und Wege die­ses zu schaf­fen, werde ich bei der nächs­ten Tasse Kaf­fee erfra­gen!

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